Fragen und Empfehlungen
FAQs
Allgemein
Neben der Art (oder besser dem physikalischen Zustand) des zu filternden Mediums (Flüssigkeit oder Gase) sind folgende Angaben zur Auslegung eines Filtersystems wichtig: der Durchsatz (z.B. in m³/h), der Betriebsdruck (z.B. in bar), die Betriebstemperatur (in °C), die Viskosität oder Dichte des Mediums, der Feststoffgehalt bzw. die Menge der separierenden Partikel oder Aerosole und die geforderte Filterfeinheit bzw. der Abscheidegrad.
Der Abscheidegrad, Trenngrad oder Wirkungsgrad (engl. Separation efficiency) beschreibt in der Verfahrenstechnik die Wirksamkeit eines Trennverfahrens. Er definiert das Verhältnis des vom Filter zurückgehaltenen Stoffes (z.B. Staubpartikel oder Aerosole) im Vergleich zum zugeführten ungereinigten Medium.
Der Berstdruck gibt das Versagen des Filterelements bei Durchströmung von innen nach außen an. Beim Berstdruck wird das Filterelement zerstört und das zugeführte Medium strömt ungereinigt durch den Filter. Der Berstdruck ist um ein vielfaches höher als der zulässige Nenndruck oder Betriebsdruck.
Nenndruck beschreibt den Druck in bar/mbar/kPA für den der Filter bei Raumtemperatur (20°C) ausgelegt ist.
Die Standzeit, also die ermittelte Betriebsdauer des Filters, ist abhängig vom Verunreinigungsgrad des zu filternden Mediums, von dem geforderten Abscheidegrad, von der Filtergröße und von der Durchflussmenge.
Die Viskosität sagt aus, wie zähfließend ein Medium ist. Generell gilt: Je höher die Viskosität des Mediums desto komplexer wird die Anforderung an das Filtersystem.
Das ist ganz einfach. Schicken Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen mit Lebenslauf, Bild und Anschreiben entweder gezielt auf eine derzeit von uns ausgeschriebene Position oder initiativ an karriere@contec-filtration.de
Die Filtergröße ist von vielen Faktoren abhängig, zum Beispiel von dem Abscheidegrad, dem gewünschten Filterergebnis bis hin zur Einsatzdauer und den Anschaffungskosten. Contec berät Sie unter der Berücksichtigung aller nötiger Parameter gerne schnell und kompetent.
Die Beratung für einfache Filter- oder Füllstandssysteme ist ein kostenloser Contec Service. Für die Beratung komplexer Anlagen, Filter- oder Füllstandslösungen, die vorab individuell durch unsere Ingenieure ausgelegt werden müssen, erstellen wir ein individuelles Angebot.
Sie bekommen die Filter (Filterelemente oder auch Filterbeutel) beziehungsweise Ersatzteile direkt von uns in Contec Originalqualität, schnell und zu fairen Konditionen. Am einfachsten ist es, Sie nutzen hierfür unser Kontaktformular www.contec-filtration.de/kontakt
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Gas- und Luftfilter
COGA ist der geschützte Begriff des Contec Geschäftsbereichs Luft- und Gasfiltration und steht ausgeschrieben für Contec Gas- an Airfilters (COGA).
Neben der Art (oder besser dem physikalischen Zustand) des zu filternden Mediums (Flüssigkeit oder Gase) sind folgende Angaben zur Auslegung eines Filtersystems wichtig: der Durchsatz (z.B. in m³/h), der Betriebsdruck (z.B. in bar), die Betriebstemperatur (in °C), die Viskosität oder Dichte des Mediums, der Feststoffgehalt bzw. die Menge der separierenden Partikel oder Aerosole und die geforderte Filterfeinheit bzw. der Abscheidegrad.
Der Abscheidegrad, Trenngrad oder Wirkungsgrad (engl. Separation efficiency) beschreibt in der Verfahrenstechnik die Wirksamkeit eines Trennverfahrens. Er definiert das Verhältnis des vom Filter zurückgehaltenen Stoffes (z.B. Staubpartikel oder Aerosole) im Vergleich zum zugeführten ungereinigten Medium.
Der Berstdruck gibt das Versagen des Filterelements bei Durchströmung von innen nach außen an. Beim Berstdruck wird das Filterelement zerstört und das zugeführte Medium strömt ungereinigt durch den Filter. Der Berstdruck ist um ein vielfaches höher als der zulässige Nenndruck oder Betriebsdruck.
Nenndruck beschreibt den Druck in bar/mbar/kPA für den der Filter bei Raumtemperatur (20°C) ausgelegt ist.
Die Standzeit, also die ermittelte Betriebsdauer des Filters, ist abhängig vom Verunreinigungsgrad des zu filternden Mediums, von dem geforderten Abscheidegrad, von der Filtergröße und von der Durchflussmenge.
Die Viskosität sagt aus, wie zähfließend ein Medium ist. Generell gilt: Je höher die Viskosität des Mediums desto komplexer wird die Anforderung an das Filtersystem.
Bei Partikelfilter werden Partikel aus Gasen oder Flüssigkeiten getrennt, indem der Fluidstrom in ein Gehäuse mit zwei Anschlüssen und durch ein Partikelfilterelement geleitet wird. Die Fließrichtung im Filterelement ist von außen nach innen.
Bei der Koaleszenzfiltration ist die Fließrichtung im Filterelement von innen nach außen. Das Koaleszenz-Filterelement besteht dabei im Wesentlichen aus zwei Teilen: Einer Koaleszenz- Innenschicht und einer gröberen Außenschicht zur Abführung der Flüssigkeit. Die Aerosole oder Tröpfchen werden von den feinen Fasern der inneren Schicht aufgefangen, akkumulieren beim Durchtritt in die äußere Schicht des Filterelements und gelangen von dort in den Auffangbehälter.
Viton®, Nylon®, Neopren® etc. sind geschützte Markennamen. So steht die Marke Viton® der Firma Chemours/DuPont für ein Fluorelastomer (FKM/FPM). Kalrez® ist ebenfalls von DuPont und bezeichnet einen synthetischen Kautschuk (Polychloropren, CR). Neopren® steht für ein extrem flexibles, elastisches und wasserdichtes Material mit hoher Beständigkeit gegen Chemikalien, Witterungseinflüsse und Öle. Nylon® ist der Markenname für ein Polyamid (PA). Chemraz® ist der Markenname eines Perfluorelastomers (FFKM), hergestellt von dem Unternehmen Greene Tweed.
Ein Filtergehäuse besteht im Wesentlichen aus dem Gehäuseoberteil (Kopf) und dem Unterteil (Sumpf/Tasse), die zusammen das Filterelement umschließen. Zwischen Kopf und Sumpf ist eine Dichtung, deren Material je nach Filtermedium variiert. Das Filtergehäuse wird mit Anschlüssen (Ein-/Auslass) und Halter etc. ergänzt. Das Filtergehäuse besteht zum Beispiel aus Aluminium, Edelstahl, Kunststoff oder Kombinationen.
Filtergehäuse bieten vielfältige Anschlussmöglichkeiten, primär als Innengewinde in Zoll Größen von 1/8 bis 3“. Typische Anschlussarten umfassen zöllige Gewinde (BSPP, BSPT, NPT).
Ein Differenzdruckanzeiger zeigt an, wie „belegt“ ein Filterelement ist. Damit kann abgelesen werden, wann das Filterelement getauscht werden sollte, um die einwandfreie Funktion der Anlage zu gewährleisten und um teure Ausfälle vorzubeugen.
Filtration, Absorption und Adsorption sind Trennverfahren:
Filtration trennt Feststoffe mechanisch durch Siebe bzw. Filter. Adsorption bindet Stoffe (Gas/Flüssigkeit) oberflächlich an einen Feststoff. Absorption hingegen nimmt Stoffe in das Innere eines Materials (Volumen) auf.
- Filtration (mechanisch): Ein Gemisch aus Feststoff und Flüssigkeiten oder Gasen werden durch das Filtermedium geleitet. Der Feststoff wird aufgrund seiner Größe zurückgehalten.
- Adsorption: Als Adsorption bezeichnet man die Anlagerung von Atomen oder Molekülen aus Flüssigkeiten oder Gasen (Adsorbat) an eine feste Oberfläche (Adsorbient). Oft genutzt zur Reinigung von Gasen.
- Absorption: Absorption beschreibt das Aufnehmen, Einsaugen oder „Verschlucken“ von Stoffen durch ein anderes Material oder einen Körper. Die zu filternde Gase oder Flüssigkeiten (Absorbat) dringen in das Innere eines anderen Stoffes (Absorbent oder Absorbens) ein. Es handelt sich um physikalisches oder chemisches Lösen.
Ablassventile an Filtergehäusen dienen der kontrollierten Entleerung, Druckentlastung oder Kondensatableitung. So kann das Gehäuse z.B. vor dem Filterwechsel entleert werden oder Verunreinigungen, ohne den Filterprozess unterbrechen zu müssen, abgelassen werden können.
Ablassventile variieren je nach Anwendung von einfachen manuellen Hähnen bis hin zu automatischen Systemen. Gängig sind manuelle Ablasshähne, automatische Schwimmerablassventile, elektronische Magnetventile und Überdruckablassventile.
Die Filtergröße ist von vielen Faktoren abhängig, zum Beispiel von dem Abscheidegrad, dem gewünschten Filterergebnis bis hin zur Einsatzdauer und den Anschaffungskosten. Contec berät Sie unter der Berücksichtigung aller nötiger Parameter gerne schnell und kompetent.
Ein Filtergehäuse besteht im Wesentlichen aus dem Gehäuseoberteil (Kopf) und dem Unterteil (Sumpf/Tasse), die zusammen das Filterelement umschließen. Zwischen Kopf und Sumpf ist eine Dichtung, deren Material je nach Filtermedium variiert. Das Filtergehäuse wird mit Anschlüssen (Ein-/Auslass) und Halter etc. ergänzt.
Filtergehäuse bieten vielfältige Anschlussmöglichkeiten, primär als Innengewinde in Zoll Größen von 1/8 bis 3“. Typische Anschlussarten umfassen zöllige Gewinde (BSPP, BSPT, NPT).
Aluminium-Filtergehäuse haben ein deutlich geringeres Gewicht und eine bessere Wärmeleitfähigkeit als Edelstahl-Filtergehäuse. Außerdem sind sie kostengünstiger in der Anschaffung.
Je nach Ausführung lassen sich Contec PTFE- und PE-Filterkerzen, Edelstahlelemente, Einweg-Mikrofaserverbundelemente und Adsorber einsetzen.
Filtergehäuse bestehen im Wesentlichen aus einem Kopf und einem Sumpf. Bei Contec Aluminium-Filtergehäusen können Kopf und Sumpf unterschiedliche Materialen aufweisen. Um die eingesetzten Materialien auf einen Blick deutlich zu machen, bezieht sich der erste Buchstabe auf das Kopf-Material, der zweite Buchstabe auf das Material des Sumpfs. AA steht also für eine Alu-Alu Kombination, AN für eine Alu-Polyamid Kombination.
Aufgrund der Korrosionsbeständigkeit von Alu-Filtergehäusen und ihrer Druckfestigkeit eignen sie sich für ideal als Partikel- und Koaleszenzfilter (Ölabscheidung) in der Nahrungsmittel-, Chemie- und Pharmaindustrie.
Ein Differenzdruckanzeiger zeigt an, wie „belegt“ ein Filterelement ist. Damit kann abgelesen werden, wann das Filterelement getauscht werden sollte, um die einwandfreie Funktion der Anlage zu gewährleisten und um teure Ausfälle vorzubeugen.
Ablassventile an Filtergehäusen dienen der kontrollierten Entleerung, Druckentlastung oder Kondensatableitung. So kann das Gehäuse z.B. vor dem Filterwechsel entleert werden oder Verunreinigungen, ohne den Filterprozess unterbrechen zu müssen, abgelassen werden können.
Ablassventile variieren je nach Anwendung von einfachen manuellen Hähnen bis hin zu automatischen Systemen. Gängig sind manuelle Ablasshähne, automatische Schwimmerablassventile, elektronische Magnetventile und Überdruckablassventile.
Je nach Ausführung lassen sich Contec PTFE- und PE-Filterkerzen, Edelstahlelemente, Einweg-Mikrofaserverbundelemente und Adsorber einsetzen.
Contec Alu-Polyamid Filtergehäuse eignen sich für die Filtration in Druckluftsystemen, Gasen und hydraulischen Rücklaufleitungen, insbesondere in der Anlagen-, Prozess- und Lasertechnik. Dank der Kombination aus robustem, eloxiertem Aluminium und dem chemikalienbeständigen Polyamid sind sie für Anwendungen bis 10 bar geeignet. Während der Filtergehäuse-Kopf Stabilität, Druckfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit durch Eloxierung bietet, ist der Filtergehäuse-Sumpf aus Polyamid beständig gegen Öle, Fette und Kohlenwasserstoffe.
Der transparente Polyamid-Sumpf des Filtergehäuses ist resistent gegen viele Lösungsmittel, Öle und aggressive Medien, gewährt die Sicht auf das Medium und Filterelement und kann einfach gereinigt werden.
Die Abkürzung DIF steht für Disposable In-Line Filter. DIF-Filter sind kleine, kompakte Einwegfilter, die direkt in Rohrleitungen oder Schläuche zur Reinigung von Gasen, Druckluft oder Flüssigkeiten eingebunden werden.
Das Gehäuse eines DIF besteht aus transparenten Nylon® oder Polyvinylidenflourid, das „eingeschweißte“ Filterelement aus Mikroglasfaser.
Contec DIF-Filter werden häufig zum Schutz von Analysegeräten, Pumpen oder in der Pneumatik verwendet.
Disposable In-Line Filter werden direkt in die Rohrleitungen oder Schläuche eingebunden. Sie filtern, indem sie die Feststoffe, Partikel und Verunreinigungen aufgrund ihrer Größe aus dem Medium (Luft bzw. Gas) abtrennen. Dies geschieht hauptsächlich durch Oberflächenfiltration („Siebeffekt“) oder Tiefenfiltration (Einschluss im Poreninneren).
PTFE ist das Kürzel von Polytetrafluorethylen. PTFE ist ein linear zusammengesetztes Polymer aus Fluor und Kohlenwasserstoff. Der teilkristalline Fluorkunststoff weist zwischen den Kohlenstoff- und Fluoratomen eine extrem starke Bindung auf. Umgangssprachlich wird dieser Kunststoff oft mit dem Handelsnamen Teflon der Firma DuPont bezeichnet. PTFE ist sehr temperaturbeständig.
Die hervorragende thermische wie chemische Beständigkeit machen PTFE zu einem den vielfältigsten Kunststoffen der Luft-, Gas- und Flüssigkeitsfiltration. PTFE wird im Contec Filtersortiment sowohl in Membranfiltern, Kerzenfiltern, als PTFE ist innert, kann nicht adsorbieren als auch in den Filtergehäusen selbst eingesetzt.
PTFE-Filtergehäuse bieten eine extrem hohe chemische Beständigkeit gegenüber Säuren, Basen und Lösungsmitteln. Sie zeichnen sich durch hohe Temperaturbeständigkeit (bis 150°C), hydrophobe Eigenschaften, Langlebigkeit durch geringe Reibung/Abriebfestigkeit sowie einfache Reinigung aus. PTFE-Filtergehäuse sind ideal für die Steril- und Gasfiltration.
PTFE ist das Materialkürzel von Polytetrafluorethylen. Umgangssprachlich wird dieser Kunststoff oft mit dem Handelsnamen Teflon® der Firma DuPont bezeichnet. PTFE ist ein linear zusammengesetztes Polymer aus Fluor und Kohlenwasserstoff. Der teilkristalline Fluorkunststoff weist zwischen den Kohlenstoff- und Fluoratomen eine extrem starke Bindung auf. PTFE ist sehr temperaturbeständig.
Contec PTFE-Filtergehäuse werden aufgrund ihrer extrem hohen chemischen Beständigkeit, ihrer Temperaturbeständigkeit (bis zu 150°C) und Hydrophobie (wasserabweisende Eigenschaft) hauptsächlich in der chemischen Industrie, der pharmazeutischen Produktion, der Halbleiterfertigung sowie bei der Gas- und Luftfiltration eingesetzt. Contec PTFE-Filtergehäuse eignen sich ideal für aggressive Lösungsmittel, Säuren, Laugen und sterile Anwendungen.
Ablassventile an Filtergehäusen dienen der kontrollierten Entleerung, Druckentlastung oder Kondensatableitung. So kann das Gehäuse z.B. vor dem Filterwechsel entleert werden oder Verunreinigungen, ohne den Filterprozess unterbrechen zu müssen, abgelassen werden können.
Ablassventile variieren je nach Anwendung von einfachen manuellen Hähnen bis hin zu automatischen Systemen. Gängig sind manuelle Ablasshähne, automatische Schwimmerablassventile, elektronische Magnetventile und Überdruckablassventile.
Das PTFE Filtergehäuse besteht im Wesentlichen aus dem Gehäuseoberteil (Kopf) und dem Unterteil (Sumpf/Tasse), die zusammen das Filterelement umschließen. Zwischen Kopf und Sumpf ist eine Dichtung, deren Material je nach Filtermedium variiert. Das Filtergehäuse wird mit Anschlüssen (Ein-/Auslass) und Halter etc. ergänzt.
PTFE Filtergehäuse bieten vielfältige Anschlussmöglichkeiten, primär als Innengewinde in Zoll Größen von 1/8 bis 3“. Typische Anschlussarten umfassen zöllige Gewinde (BSPP, BSPT, NPT).
Polyamid-Filtergehäuse (PA) werden aufgrund ihrer hohen chemischen Beständigkeit meist in der industriellen Filtration für Luft, Gase und Flüssigkeiten eingesetzt. Haupteinsatzgebiete sind Chemie-, Lack- und Farbenproduktion, Lösungsmittelreinigung, Wasseraufbereitung, Kläranlagen sowie in der Elektronik- und Fotoindustrie.
Polyamid oder umgangssprachlich Nylon® Filtergehäuse von Contec sind preiswerte und dennoch qualitativ hochwertige Filtergehäuse. Ihr Sumpf kann transparent ausgeführt werden, so dass das Filterelement und ggf. die abgetrennten Schmutzpartikel sichtbar sind. Ideal für den Einsatz in Druckluftanlagen.
Polyamid (PA), oft bekannt unter dem Markennamen Nylon®, ist ein vielseitiger, synthetischer thermoplastischer Kunststoff. Es zeichnet sich durch hohe Festigkeit, Dehnbarkeit, Abriebfestigkeit und Formstabilität aus. Aufgrund seiner Robustheit eignet er sich gut für den Einsatz als Filtergehäuse.
Ein Filtergehäuse besteht im Wesentlichen aus dem Gehäuseoberteil (Kopf) und dem Unterteil (Sumpf/Tasse), die zusammen das Filterelement umschließen. Zwischen Kopf und Sumpf ist eine Dichtung, deren Material je nach Filtermedium variiert. Das Filtergehäuse wird mit Anschlüssen (Ein-/Auslass) und Halter etc. ergänzt.
Filtergehäuse bieten vielfältige Anschlussmöglichkeiten, primär als Innengewinde in Zoll Größen von 1/8 bis 3“. Typische Anschlussarten umfassen zöllige Gewinde (BSPP, BSPT, NPT).
Edelstahl-Filtergehäuse von Contec sind robust, korrosions- sowie temperaturbeständig (über 200°C) und halten hohen Betriebsdrücken stand. Edelstahl-Filtergehäuse lassen sich hervorragend reinigen und können individuell auf die Anlage angepasst werden.
- Labortechnik
- Analytik
- Instrumententechnik
- Druckbereiche bis 1400 bar
- Vakuum
Alle COGA Standard-Edelstahl-Filtergehäuse sind komplett aus 316L-Edelstahl gefertigt und gemäß NACE MR-01-75 frei von Schweißnähten. Jedes Filtergehäuse verfügt über eine Seriennummer, um die Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten. Zu den Filtergehäusen können Materialzertifikate nach EN 10204-3.1 geliefert werden.
Alle COGA Filtergehäuse entsprechen den Anforderungen der Druckgeräterichtlinie 2014/68/EU. Die entsprechend zu kennzeichnenden Filtergehäuse sind, wie gesetzlich vorgeschrieben, CE-gekennzeichnet.
Ein Edelstahlfilter-Gehäuse besteht im Wesentlichen aus dem Gehäuseoberteil (Kopf) und dem Unterteil (Sumpf/Tasse), die zusammen das Filterelement umschließen. Zwischen Kopf und Sumpf ist eine Dichtung, deren Material je nach Filtermedium variiert. Das Filtergehäuse wird mit Anschlüssen (Ein-/Auslass) und Halter etc. ergänzt.
Edelstahl Filtergehäuse bieten vielfältige Anschlussmöglichkeiten, primär als Innengewinde in Zoll Größen von 1/8 bis 3“. Typische Anschlussarten umfassen zöllige Gewinde (BSPP, BSPT, NPT).
Ablassventile an Filtergehäusen dienen der kontrollierten Entleerung, Druckentlastung oder Kondensatableitung. So kann das Gehäuse z.B. vor dem Filterwechsel entleert werden oder Verunreinigungen, ohne den Filterprozess unterbrechen zu müssen, abgelassen werden können.
Ablassventile variieren je nach Anwendung von einfachen manuellen Hähnen bis hin zu automatischen Systemen. Gängig sind manuelle Ablasshähne, automatische Schwimmerablassventile, elektronische Magnetventile und Überdruckablassventile.
Ein Differenzdruckanzeiger zeigt an, wie „belegt“ ein Filterelement ist. Damit kann abgelesen werden, wann das Filterelement getauscht werden sollte, um die einwandfreie Funktion der Anlage zu gewährleisten und um teure Ausfälle vorzubeugen.
Einweg-Filterelemente bieten sehr gute, speziell auf das Medium abgestimmte Filtrationseigenschaften bei geringen Druckverlusten und eine langer Standzeit. In der Regel sehr wirtschaftliche, preiswerte Lösung. Reinigung entfällt, Filterelemente werden 1:1 ausgetauscht. Bei Medienwechsel kann der Filter dem neuen Medium individuell und einfach angepasst werden.
PTFE ist das Kürzel von Polytetrafluorethylen. PTFE ist ein linear zusammengesetztes Polymer aus Fluor und Kohlenwasserstoff. Der teilkristalline Fluorkunststoff weist zwischen den Kohlenstoff- und Fluoratomen eine extrem starke Bindung auf. Umgangssprachlich wird dieser Kunststoff oft mit dem Handelsnamen Teflon der Firma DuPont bezeichnet. PTFE ist sehr temperaturbeständig.
Die hervorragende thermische wie chemische Beständigkeit machen PTFE zu einem den vielfältigsten Kunststoffen der Luft-, Gas- und Flüssigkeitsfiltration. PTFE wird im Contec Filtersortiment sowohl in Membranfiltern, Kerzenfiltern, als PTFE ist innert, kann nicht adsorbieren als auch in den Filtergehäusen selbst eingesetzt.
PTFE-Filterelemente werden durch die Sinterung von reinem PTFE-Granulat hergestellt. Es werden keine Zusatzstoffe verwendet. Diese Filterelemente bieten sich immer dann an, wenn nur 100 % reines PTFE eingesetzt werden kann. Üblicherweise ist bei Eignung ein Einweg-K-Typ-Filterelement vorzuziehen, da dieses sowohl im Druckverlust als auch in der Standzeit-charakteristik PTFE-Filtern überlegen ist.
Die Vorteile von PTFE sind die höhere Temperaturbeständigkeit bis zu
200 °C und eine bessere chemische Resistenz gegen bestimmte Substanzen. PTFE-Filterelemente sind lieferbar in 2 µm und 20 µm und können mit Ultraschall gereinigt werden.
Edelstahl-Filterelemente sind sehr gut für Anwendungen mit großen Schmutzfrachten und als Vorfilter vor Einweg-Endfiltertypen geeignet.
Edelstahl-Filterelemente sind verschleißfrei und wiederverwertbar. Je nach Feinheit lassen sie sich reinigen und können wiederholt eingesetzt werden.
Glasfaser-Filterelemente bieten herausragende Filtrationseigenschaften bei sehr geringen Druckverlusten und besitzen mit einem Speichervolumen von ca. 90 % eine sehr lange Standzeit.
Bei Partikelfilter werden Partikel aus Gasen oder Flüssigkeiten getrennt, indem der Fluidstrom in ein Gehäuse mit zwei Anschlüssen und durch ein Partikelfilterelement geleitet wird. Die Fließrichtung im Filterelement ist von außen nach innen.
Bei der Koaleszenzfiltration ist die Fließrichtung im Filterelement von innen nach außen. Das Koaleszenz-Filterelement besteht dabei im Wesentlichen aus zwei Teilen: Einer Koaleszenz- Innenschicht und einer gröberen Außenschicht zur Abführung der Flüssigkeit. Die Aerosole oder Tröpfchen werden von den feinen Fasern der inneren Schicht aufgefangen, akkumulieren beim Durchtritt in die äußere Schicht des Filterelements und gelangen von dort in den Auffangbehälter.
Es gibt zwei verschiedene Filterelementtypen. Partikelfilterelemente nutzen eine einzige Filtermediumschicht, wohingegen Koaleszenzfilterelemente über eine feine Auffangschicht innen und eine grobe Drainageschicht außen verfügen. Je nach Anwendung stehen verschiedene Bindemittel wie Epoxyharz, PVDF Silikat oder Silikon zur Verfügung.
Die Bindemittel unterscheiden sich je nach Anwendung:
E - Epoxidharz-Bindemittel sind geeignet für alle Anwendungen zur Partikelentfernung in nichtkorrosiven Gasen und Flüssigkeiten.
K - PVDF-Bindemittel hat eine ausgezeichnete chemische Resistenz in korrosiven Gasen und Flüssigkeiten. Sehr geringe Adsorption.
S - Silikatbindemittel ergeben ein absolut anorganisches Filterelement. Sehr gut für hohe Temperaturen und Lösemittelanwendungen geeignet.
L - Silikonbindemittel wirkt hydrophobisch und verhindert ein Zusetzen der Poren mit Kondensat. Die Maximaltemperatur liegt bei 200 °C.
Contec Adsorber werden für die Feingasreinigung eingesetzt, wenn mechanische Trennverfahren nicht mehr ausreichen. Adsorber beschreibt ein System bestehend aus einem Adsorbergehäuse und innenliegenden Adsorbentien. Die eingesetzten Adsorbentien richten sich nach den zu filternden Elementen z.B. CO2 oder diverse Halogene.
Adsorbentien werden eingesetzt zur:
- Trocknung von Gasen
- Katalytische Gasreinigung
- Entfernung von Kohlendioxid (CO2)
- Entfernung von Kohlenmonoxid (CO)
- Entfernung schwefliger Gase (SO2, SO3, H2S, CS2, COS)
- Entfernung nitroser Gase (NOx, NO, NO2)
- Entfernung von Ammoniak (NH3)
- Entfernung von Halogenen (Cl2, Br2, I2, HCl, HBr, HI u.a.)
- Entfernung von Schwermetallverbindungen (Hg-, As-Verbindungen u.a.)
- Entfernung von metallischem Quecksilber (Hg, Amalgam)
- Entfernung von Geruchsstoffen, Öldämpfen, Benzin, Teerkondensaten
- Entfernung toxischer und kanzerogener Verbindungen (Furane, Dioxine, Aromaten, Phenol u.a.)
- Entfernung radioaktiver Stoffe (Cs-, U-, Pu-Verbindungen u.a.)
Einweg-Inline-Adsorber (DIA) bieten sehr gute, speziell auf das Medium abgestimmte Filtrationseigenschaften bei geringen Druckverlusten und eine langer Standzeit. In der Regel ist dies eine sehr wirtschaftliche, preiswerte Lösung. Reinigung entfällt, Filterelemente werden 1:1 ausgetauscht. Bei Medienwechsel kann der Filter dem neuen Medium individuell und einfach angepasst werden.
DIA Adsorber werden für die Feingasreinigung eingesetzt, wenn mechanische Trennverfahren nicht mehr ausreichen. DIA sind Einweg-Inline-Adsorber (DIA) und bestehen aus einem mit Adsorbensgranulat befüllten PA- oder PVDF-Gehäuse mit integrierten Filtervliesen an Ein- und Auslass. Die eingesetzten Adsorbentien richten sich nach den zu filternden Elementen z.B. CO2 oder diverse Halogene.
IAH Adsorberbehälter werden eingesetzt zur:
- Feingasreinigung
- Gastrocknung
- Entfernen spezifischer, gasförmiger
- Verunreinigungen aus Luft und nicht korrosiven Gasen
- Null-Gas-Erzeugung
IAH Adsorbergehäuse gibt es ab einem Füllvolumen von 23 bis 1018ml.
Adsorber-Gehäuse der Serien IAH bestehen aus Plexiglas® mit Deckeln aus PVC-U oder eloxiertem Aluminium (Serie IAH300A) und können mit den verschiedensten Sorbentien selbst befüllt werden.
Die Vorteile von Adsorber-Gehäuse sind vielfältig. Sie sind:
- selbst befüllbar
- beliebig oft wiederbefüllbar
- leicht zu öffnen
- transparent, dadurch visuelle Kontrolle der Sorbens-Füllung
- Filterpads an Gas Ein- und Austritt zur Sorbens-Abstützung
- sorgen für eine gleichmäßige Durchströmung und als
- Staubfilter
Ölnebelabscheider
COMS ist der eingetragene Markenname des Contec Geschäftsbereichs Ölnebelabscheider und steht ausgeschrieben für Contec Oil Mist Seperators (COMS).
Der weltweit erste Ölnebelabscheider wurde im Jahre 1987 bei Contec erfunden. Die Erfindung geht auf den Ingenieur Ricard Neuhausen zurück.
Ölnebelabscheider filtern Ölnebel aus belasteter Luft. Diese belastete Luft bzw. das gesundheitsschädliche Gasgemisch entsteht, wenn schnell rotierende Maschinenteile in ein Ölbad eintauchen oder für die Schmierung stetig mit Öl benetzt werden. Solche Maschinen werden z.B. bei Radgetrieben, Gas- und Dampfturbinen, Turboaggregaten oder Kompressoren zur Energie- oder Drucklufterzeugung in der Industrie eingesetzt. Das Öl-Gasgemisch muss aus den Maschinen abgeführt werden, um das Austreten von Ölnebel (aus dem Schmiersystem) durch die Lager zu verhindern.
Contec Ölnebelabscheider bestehen im Wesentlichen aus einem Seitenkanalverdichter und dem Filtergehäuse mit Filterelementen. Dabei erzeugt der Seitenkanalverdichter im Filtergehäuse einen Unterdruck und saugt damit die ölnebelhaltige Luft aus dem Schmieröltank an. Die Luft strömt durch das Ansaugrohr in die Luftverteilerplatte des Filtergehäuses, in dem sie auf die Filterelemente verteilt und durch sie hindurchgeführt wird. Die feinen Ölaerosole der Luft werden in der Tiefe der Filter zurückgehalten, anschließend gesammelt und letztlich wieder der Maschine zugeführt. Die so gefilterte Abluft ist aus technischer Sicht absolut trocken und sauber und kann gefahrlos in der Anlage verbleiben.
Ja, darum ist die Einhaltung der maximalen Verschmutzungswerte zur Emissionsreduzierung auch gesetzlich geregelt. Die Werte werden in der ersten allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz vom 27.02.1986 – der „Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft)“ festgelegt. Geregelt wird dies in der Verordnung über Großfeuerungs- Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen. Diese beschränkt beispielsweise den Wert des Restölgehalts in der Abluft auf maximal 20 mg pro 1 m³ Luft. Die Emissionsgrenzwerte richten sich dabei nach der Größe und Leistung der Anlagen sowie nach der Art des Brennstoffs und Zusammensetzung der abgeschiedenen Gase. Für viele Schmieröle ist aus Sicherheitsaspekten zusätzlich eine max. Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Wert) von 5 mg/m³ vorgegeben.
Mit Contec Ölnebelabscheidern kann Ölnebel zu 99,99 % und bis zu einer Tröpfchengröße von 0,1 μ, gefiltert werden. Das bedeutet, die an die Umgebung abgegebene Luft ist weitaus sauberer, als es die deutsche TA-Luftreinhaltung vorschreibt. Die Abscheider erfüllen damit alle gesetzlichen Anforderungen und gewinnen zudem das meist mit teuren Additiven versehene, hochwertige Schmieröl zuverlässig zurück. Das abgeschiedene und zurückgewonnene Öl ist direkt absolut sauber. Es kann daher bedenkenlos über das Ölrückführsystem zurück in den Öltank geleitet werden.
Durch die lange Lebensdauer der Filterelemente und die automatische Rückführung des Öls ist das System wartungsarm ausgelegt. Je länger die Anlage in Betrieb ist, desto mehr sättigen sich die Filterelemente allerdings auch mit Feststoffpartikeln. Dadurch verstopfen die Poren und der Druckwiderstand der Filter steigt an (Differenzdruck). An einem Unterdruckmanometer lässt sich der Zustand der Filterelemente ablesen. Kann der gewünschte Unterdruck im Schmieröltank (in der Regel zwischen -10 bis -5 mbar) durch das COMS Filtersystem nicht mehr eingeregelt werden, sollten die Filterelemente getauscht werden. Dank Schnellverschlüsse und optional schwenkbarem Deckel lassen sich die Filterelemente leicht tauschen. Die Filterelemente sind selbstdichtend und lassen sich durch Anziehen der Schraubkappen auf den integrierten Zugstangen leicht in das Gehäuse eindichten.
Die Anwendungsbereiche von COMS Ölnebelabscheidern reichen von Schmieröltanks von Gas-, Industriegas-, Dampf- und Wasserturbinen bis hin zu Kompressoren, Gas- und Dieselmotoren, Vakuumpumpen und Generatoren. Der Einsatzort reicht von Kraftwerken, Raffinerien und LNG-Terminals bis hin zu unmittelbaren Turbinenherstellern.
Im Endeffekt ist überall, wo Rotationsmaschinen mit Öl geschmiert werden, ein Einsatz von Ölnebelabscheidern möglich und meist auch notwendig.
Flüssigkeitsfilter
COLF steht für Contec Liquid Filters und bezeichnet den Contec-Produktbereich für industrielle Flüssigkeitsfiltration. Das Portfolio umfasst Filtergehäuse, Filterkerzen, Filterbeutel, Sieb- und Spaltrohrelemente sowie manuelle und automatische Filtersysteme.
Die Mikrofiltration ist ein druckgetriebenes Membranverfahren, das überwiegend Partikel und Mikroorganismen aufgrund ihrer Größe zurückhält. Typische Porengrößen liegen ungefähr zwischen 0,1 und 10 µm; die Abgrenzung zur Ultrafiltration ist nicht in allen Fachquellen identisch. Unterhalb von etwa 0,1 µm wird üblicherweise von Ultrafiltration gesprochen.
Tiefenfilter halten Partikel innerhalb einer porösen, mehrlagigen Struktur zurück und eignen sich häufig für breite Partikelgrößenverteilungen und gelartige Verunreinigungen. Oberflächenfilter halten Partikel überwiegend an einer definierten Oberfläche zurück; plissierte Ausführungen bieten eine große Fläche bei kompakter Bauform. Die Zuordnung ist konstruktionsabhängig und nicht jede Faltenkerze ist automatisch ein reiner Oberflächenfilter.
Der Betawert βx ist das Verhältnis der Anzahl von Partikeln der Größe x µm und größer vor dem Filter zur Anzahl nach dem Filter. Die Abscheideleistung berechnet sich mit η = (βx − 1) / βx × 100 %. Beispiele: β10 = 10 entspricht 90 %, β10 = 200 entspricht 99,5 % und β10 = 5.000 entspricht 99,98 % Abscheidung für Partikel ab 10 µm – jeweils unter den angegebenen Prüfbedingungen.
Eine nominale Filterfeinheit beschreibt eine herstellerabhängig definierte, nicht vollständige Abscheidung bei der genannten Partikelgröße. Eine absolute Filterfeinheit steht für eine festgelegte, hohe Abscheideleistung, muss aber immer zusammen mit Prüfverfahren und Rückhalterate beziehungsweise Betawert betrachtet werden. Angaben verschiedener Hersteller sind daher nur vergleichbar, wenn die zugrunde liegenden Prüfbedingungen bekannt sind.
Ausgangspunkt ist die größte Partikelgröße, die im Filtrat noch zulässig ist. Zusätzlich sind Partikelverteilung, gewünschte Rückhalterate, Prozessrisiko und nachgeschaltete Komponenten zu berücksichtigen. Eine unnötig feine Auslegung erhöht häufig Anfangsdruckverlust, Wechselhäufigkeit und Kosten, ohne den Prozessnutzen entsprechend zu verbessern.
Die Filterfeinheit beschreibt die Partikelgröße, auf die sich die angegebene Abscheideleistung eines Filterelements bezieht. Ein kleinerer µm-Wert bedeutet eine feinere Filtration. Der Zahlenwert allein reicht jedoch nicht aus: Entscheidend ist, ob die Feinheit nominal oder absolut angegeben wurde und mit welchem Prüfverfahren beziehungsweise Betawert sie belegt ist.
Die richtige Filterfeinheit hängt davon ab, welche Partikel entfernt werden müssen und welche Reinheit das filtrierte Medium erreichen soll. Für die Auswahl sollten daher Partikelgröße, Prozessanforderungen, Durchfluss und zulässiger Druckverlust gemeinsam betrachtet werden. Es empfiehlt sich auf das Beratungsangebot der Filterhersteller zurückzugreifen.
Die benötigte Filterfläche hängt insbesondere von Durchflussmenge, Filtermedium, Viskosität, Partikelbelastung und zulässigem Druckverlust ab. Deshalb sollte die Filterfläche anhand der konkreten Prozessdaten und der Kennwerte des jeweiligen Filterelements ausgelegt werden. Es empfiehlt sich auf das Beratungsangebot der Filterhersteller zurückzugreifen.
Neben der gewünschten Filterfeinheit sind das Filtermedium, die Temperatur, der Betriebsdruck, der Durchfluss und die chemische Beständigkeit des Filtermaterials entscheidend. Auch die Schmutzaufnahmekapazität und die gewünschte Standzeit sollten berücksichtigt werden.
Das Filtermaterial muss gegenüber dem zu filtrierenden Medium chemisch und thermisch beständig sein. Je nach Anwendung kommen beispielsweise Edelstahl, Polypropylen, Polyester, Polyamid, PTFE oder andere geeignete Filterwerkstoffe zum Einsatz.
Der Differenzdruck Δp ist die Druckdifferenz zwischen Filtereintritt und Filteraustritt. Er setzt sich aus dem Anfangsdruckverlust des sauberen Systems und dem während des Betriebs zunehmenden Widerstand durch abgelagerte Verunreinigungen zusammen. Deshalb ist Δp ein wichtiges, aber nicht das einzige Kriterium zur Zustandsüberwachung.
Mit zunehmender Filtration lagern sich Partikel am Filterelement ab und erhöhen den Strömungswiderstand. Dadurch steigt der Druckunterschied zwischen Filterein- und -austritt.
Maßgeblich sind der vom Hersteller zulässige Enddifferenzdruck, der erforderliche Durchfluss und die geforderte Filtratqualität. Das Element ist spätestens zu wechseln oder zu reinigen, wenn eines dieser Kriterien nicht mehr eingehalten wird. Ein allgemeingültiger Wechselwert in bar ist nicht seriös, weil Bauart, Medium, Temperatur und Prozessbedingungen variieren.
Geeignete Maßnahmen sind eine ausreichend große Filterfläche, abgestufte Vor- und Feinfiltration, eine zur Partikelart passende Tiefen- oder Oberflächenfiltration, ein niedriger Anfangsdruckverlust und die Vermeidung unnötig feiner Elemente. Prozessschwankungen, Ausfällungen und Fremdeinträge sollten ebenfalls untersucht werden. Die wirtschaftlichste Lösung ergibt sich aus Standzeit, Filtratqualität und Gesamtbetriebskosten.
Die Schmutzaufnahmekapazität beschreibt die Menge an Verunreinigungen, die ein Filterelement bis zu einem definierten Endpunkt aufnehmen kann. Dieser Endpunkt kann beispielsweise ein festgelegter Differenzdruck oder eine nicht mehr ausreichende Abscheideleistung / ausreichender Durchfluss sein.
Entscheidend sind Medium, Durchfluss, Betriebs- und Auslegungsdruck, Temperatur, Viskosität, Filterfeinheit, Feststoffbelastung, Werkstoff- und Dichtungsbeständigkeit, Anschlüsse, Aufstellort und Wartungszugang. Zusätzlich sind einschlägige gesetzliche Anforderungen und kundenseitige Spezifikationen zu prüfen.
Mit steigender Viskosität nimmt der Strömungswiderstand zu und der erreichbare Durchfluss bei gleichem Druck ab. Deshalb müssen Viskosität und Temperatur gemeinsam betrachtet werden. Daten für Wasser lassen sich nicht ohne Korrektur auf Öle, Lacke oder andere viskose Medien übertragen.
Ja, wenn alle medienberührten Komponenten geeignet sind: Gehäuse, Filtermedium, Stützkörper, Adapter, Dichtungen und gegebenenfalls Beschichtung. Maßgeblich sind die zulässigen Werte der schwächsten Komponente. Die chemische Beständigkeit ist immer für Medium, Konzentration, Temperatur und Einwirkdauer zu prüfen.
Ja, sofern die verwendeten Materialien und die Konstruktion die jeweils geltenden Hygiene- und Konformitätsanforderungen erfüllen. Je nach Prozess können außerdem Reinigbarkeit, Sterilisierbarkeit, Totraumarmut, Oberflächenqualität, Rückverfolgbarkeit und mikrobiologische Rückhaltung relevant sein. Die Freigabe muss anwendungsbezogen erfolgen.
Als Bypass wird ein unerwünschter Strömungsweg bezeichnet, bei dem Flüssigkeit am Filtermedium vorbeifließt. Ursachen können falsche Adapter, ungeeignete oder beschädigte Dichtungen, Maßabweichungen, fehlerhafte Montage oder defektes Filterelement sein. Ein passendes Element und eine kontrollierte Montage sind deshalb ebenso wichtig wie die Filterfeinheit.
Ja, für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie stehen geeignete Filtergehäuse und Filterelemente zur Verfügung. Dabei müssen Werkstoffe, Dichtungen, Konstruktion und Reinigbarkeit den jeweiligen hygienischen Anforderungen entsprechen.
Aktivkohle ist ein Naturprodukt und basiert auf natürlichen kohlenstoffhaltigen Rohstoffen. Durch seine poröse Struktur und der dadurch extrem großen inneren Oberfläche bindet Aktivkohle chemische Verbindungen und Moleküle.
Aktivkohlefilter werden zur Reduktion von gelösten organischen Kontaminationen (z. B. Farb-, Geruchs- und Geschmacksverunreinigungen, Chlor, Pestizide, Medikamentenrückstände) eingesetzt. Sie entfernt nicht pauschal alle Pestizide, Arzneimittelrückstände oder gelösten Stoffe. Die Eignung und Kapazität müssen für den konkreten Stoff und Prozess geprüft werden.
Z.B.
- Wasseraufbereitung
- Abtrennung von Chlor
- Trinkwasser
- Abtrennung von Pestiziden
- Pharmazeutische Produkte
- Abtrennung von organischen Stoffen
- Kosmetika und Nahrungsmittel
- Farb- und Geruchsentfernung
Gehäuse aus Edelstahl sind sehr temperatur- und druckbeständig. Wenn also hohe Drucke und hohe Temperaturen herrschen, sind Edelstahlfilter-Gehäuse die erste Wahl.
Filtergehäuse aus Edelstahl sind robust, langlebig sowie gegenüber vielen Medien, höheren Temperaturen und Drucken beständig. Je nach Edelstahlqualität, beispielsweise 1.4301, 1.4401 oder 1.4571, eignen sie sich für unterschiedliche industrielle Anwendungen.
Edelstahlgehäuse eignen sich für viele Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an Festigkeit, Korrosionsbeständigkeit, Temperatur, Druck oder Reinigbarkeit. Die Eignung ist jedoch von der konkreten Edelstahlgüte, dem Medium und den Betriebsbedingungen abhängig; „Edelstahl“ ist keine pauschale Beständigkeitsgarantie.
Edelstahl-Filtergehäuse werden vor allem in der industriellen Prozessfiltration von Flüssigkeiten und Gasen eingesetzt. Typische Branchen sind Chemie, Lebensmittelindustrie, Wasseraufbereitung, Galvanik, Metallbearbeitung, Lack- und Farbenindustrie sowie Elektroindustrie.
Nein. Eine ausreichend glatte, fachgerecht ausgeführte Oberfläche kann Anhaftungen reduzieren und die Reinigung erleichtern, verhindert mikrobielles Wachstum aber nicht automatisch. Für hygienische Anwendungen müssen unter anderem Werkstoff, Oberflächenrauheit, Totraumarmut, Entleerbarkeit, Dichtungen, Reinigungs- beziehungsweise Sterilisationsverfahren und Prozessführung zusammenpassen.
Edelstahlgehäuse bieten in der Regel eine höhere mechanische Belastbarkeit sowie eine höhere Druck- und Temperaturbeständigkeit als Kunststoffgehäuse. Gleichzeitig können unterschiedliche Edelstahlqualitäten gezielt auf das zu filtrierende Medium abgestimmt werden. Sie können außerdem mit definierten, gut reinigbaren Oberflächen ausgeführt werden.
Mit Edelstahl-Filtergehäusen können je nach Filterelement unter anderem Wasser, Prozessflüssigkeiten, Öle, Chemikalien, Lacke, Farben und andere industrielle Flüssigkeiten filtriert werden. Auch Anwendungen zur Gas- und Druckluftfiltration sind mit geeigneten Gehäusen und Filterelementen möglich.
Je nach Gehäusetyp können beispielsweise Filterbeutel, Filterkerzen, Siebkörbe, Metallfilter oder spezielle Hochleistungselemente eingesetzt werden. Welches Filterelement geeignet ist, hängt insbesondere von Medium, Filterfeinheit, Durchfluss, Druck und Temperatur ab.
Beutelfiltergehäuse bieten eine hohe Schmutzaufnahmekapazität bei hohem Volumenstrom und ermöglichen einen vergleichsweise schnellen und einfachen Filterwechsel. Sie eignen sich besonders für Anwendungen, bei denen größere Mengen an Feststoffpartikeln aus Flüssigkeiten abgeschieden werden müssen.
Edelstahl-Beutelfiltergehäuse werden hauptsächlich zur industriellen Flüssigkeitsfiltration eingesetzt. Typische Anwendungen finden sich beispielsweise in der Chemie, Wasseraufbereitung, Lebensmittelindustrie, Galvanik sowie in der Lack- und Farbenherstellung.
Edelstahl-Beutelfiltergehäuse können Flüssigkeiten mit enthaltenen Feststoffpartikeln filtrieren, beispielsweise Prozesswasser, Kühlwasser, Öle, Chemikalien oder industrielle Produktionsmedien. Die tatsächlich erreichbare Filterfeinheit hängt vom verwendeten Filterbeutel ab.
Mehrfachgehäuse nehmen mehrere Beutel parallel auf und stellen dadurch mehr Filterfläche für hohe Durchflüsse bereit. Gegenüber mehreren Einzelgehäusen können Rohrleitungs- und Platzbedarf sinken. Zu beachten sind Deckelhandling, Entleerung, gleichmäßige Anströmung und der sichere Wechsel aller Beutel.
Kunststoffgehäuse sind interessant, wenn geringes Gewicht oder chemische Beständigkeit gegenüber einem bestimmten Medium im Vordergrund stehen. Ihre Eignung muss anhand von Werkstoff, Konzentration, Temperatur, Druck und Expositionsdauer geprüft werden. Contec bietet darüber hinaus spezielle Filtergehäuse für den Chemie- und Seewasser-Bereich.
SF-Kerzenfiltergehäuse ermöglichen die Aufnahme mehrerer Filterkerzen und damit eine große Filterfläche auf vergleichsweise kompakter Bauweise. Durch die Auswahl unterschiedlicher Filterkerzen können sie für verschiedene Anforderungen an Filterfeinheit und Abscheideleistung eingesetzt werden.
SF-Kerzenfiltergehäuse sind beständig gegen z.B. Salz- und Schwefelsäure, Meerwasser, flüssigen Kohlenwasserstoffen, Alkoholen und konzentrierten Laugen und kommen überwiegend in der Chemie oder in Seewasserbereichen zum Einsatz, wo sie für die Fein- und Sicherheitsfiltration von Flüssigkeiten eingesetzt werden. Typische Anwendungen finden sich in der industriellen Prozessfiltration, Wasseraufbereitung und Chemie.
Die Anzahl der Filterkerzen hängt von der jeweiligen SF-Baugröße und Ausführung des Filtergehäuses ab. Für eine belastbare Auswahl sollten deshalb Gehäusetyp, Kerzenlänge, Filterdurchfluss und gewünschte Filterfläche gemeinsam mit dem Hersteller betrachtet werden.
Einplätzige Kunststoff-Filtergehäuse sind leicht, kompakt und können gegenüber bestimmten Chemikalien eine hohe Beständigkeit aufweisen. Sie eignen sich insbesondere für Anwendungen, bei denen Kunststoffwerkstoffe wie Polypropylen gegenüber Edelstahl eine bessere Medienbeständigkeit bieten.
Einplätzige Kunststoff-Filtergehäuse eignen sich zur zuverlässigen Vor- und Feinfiltration von Flüssigkeiten und werden unter anderem in der industriellen Prozessfiltration, Wasseraufbereitung und chemischen Verfahrenstechnik eingesetzt. Besonders interessant sind sie bei korrosiven Medien, gegen die metallische Werkstoffe nicht ausreichend beständig sind.
Kunststoff-Beutelfiltergehäuse können eine hohe Beständigkeit gegenüber Säuren, Laugen und anderen aggressiven Medien bieten. Gleichzeitig sind sie leichter als vergleichbare Edelstahlgehäuse, allerdings in der Regel weniger druck- und temperaturbeständig.
Kunststoff-Beutelfiltergehäuse werden insbesondere bei aggressiven Flüssigkeiten eingesetzt, bei denen Edelstahl als Werkstoff nicht ausreichend beständig ist. Beispiele sind Anwendungen mit Salz- oder Schwefelsäure, Meerwasser, bestimmten Kohlenwasserstoffen, Alkoholen und konzentrierten Laugen.
Mit Kunststoff-Beutelfiltergehäusen lassen sich Flüssigkeiten mit enthaltenen Feststoffpartikeln filtrieren. Je nach eingesetztem Filterbeutel können beispielsweise Prozesswasser, Chemikalien oder aggressive Flüssigkeiten filtriert werden.
Bei der Auswahl einer Filterkerze müssen unter anderem Bauform, Länge, Anschluss, Filtermaterial und Filterfeinheit zum Filtergehäuse und zur Anwendung passen. Darüber hinaus sind Medium, Temperatur, Druck, Durchfluss und die gewünschte Standzeit entscheidend.
„Filterelement“ ist der übergeordnete Begriff für ein Bauteil, das Partikel oder andere Verunreinigungen aus einem Medium zurückhält. Eine Filterkerze ist eine spezielle Bauform eines Filterelements, die in einem entsprechenden Filtergehäuse eingesetzt wird.
Gängige Bauarten sind Meltblown-, Wickel-, plissierte Tiefen- und Oberflächenfilter, Membranfilter sowie metallische Sieb- und Sinterelemente. Je nach Konstruktion können sie zur Vor-, Fein-, Mikro- oder Sterilfiltration eingesetzt werden.
Filterkerzen bieten eine große Filterfläche bei kompakter Bauweise und ermöglichen eine definierte Filtration über unterschiedliche Filtermedien. Je nach Bauart sind sehr unterschiedliche Filterfeinheiten bis hin zur Tiefenfiltration realisierbar.
Filterkerzen werden vor allem zur Filtration von Flüssigkeiten eingesetzt, können mit geeigneten Konstruktionen aber auch für Gase, Luft und Dampf verwendet werden. Das geeignete Filtermaterial richtet sich nach Medium, Temperatur, Druck und gewünschter Filterfeinheit.
z.B. als:
- Vorfilter in der Wasseraufbereitung Chemikalien
- Prozessfilter für Lösungsmittel
- Galvanotechnik
- Oberflächentechnik
- Öle, Fette
- Farben- und Lackindustrie
Durch die Faltung steht eine große wirksame Filterfläche auf kleinem Bauraum zur Verfügung. Das kann einen niedrigen Anfangsdruckverlust, hohe Durchflüsse und lange Standzeiten ermöglichen. Voraussetzung ist, dass Faltengeometrie, Filtermedium und Prozessbedingungen aufeinander abgestimmt sind.
Meltblown-Kerzen bestehen aus schmelzgesponnenen, miteinander verbundenen Polymerfasern (Meltblow-Verfahren), häufig aus Polypropylen. Viele Ausführungen besitzen einen von außen nach innen feiner werdenden Porenaufbau (Multi-Layer-Struktur) und wirken als Tiefenfilter. Rückhalterate, Stützkern, Adapter und Werkstoffbeständigkeit unterscheiden sich je nach Produkt.
Bei Wickelfilterkerzen wird Garn in einem definierten Muster um einen Stützkern gewickelt (Garnwickelverfahren). Sie gelten als robuste Tiefenfilter und sind für unterschiedliche Partikelbelastungen und Medien erhältlich. Leistungsfähigkeit und Faserabgabe hängen wesentlich von Garn, Wicklung, Stützkern und Herstellungsqualität ab.
Wickelkerzen bieten durch ihre gewickelte Struktur eine Tiefenfiltration und können dadurch Partikel über die gesamte Filterstruktur zurückhalten. Sie sind in unterschiedlichen Materialien und Filterfeinheiten erhältlich und gelten als sehr robust.
Abmessung und Ringausführung müssen zum Gehäuse passen. Zusätzlich sind Filterfeinheit und Rückhalterate, Werkstoff und Dichtung, Temperatur, Differenzdruck, Durchfluss, Feststoffart und gewünschte Standzeit zu berücksichtigen. Bei kritischen Prozessen sollte auch die Bypasssicherheit der Abdichtung bewertet werden.
Beutelfilter sind eine robuste und häufig wirtschaftliche Lösung zur Grob- und Feinfiltration von Flüssigkeiten, besonders bei höherer Feststoffbelastung. Sie bieten einen einfachen Elementwechsel und sind in verschiedenen Größen, Werkstoffen und Filterfeinheiten erhältlich.
Filterbeutel werden hauptsächlich zur Abscheidung von Feststoffpartikeln aus Flüssigkeiten eingesetzt. Je nach Filtermaterial und Filterfeinheit können beispielsweise Wasser, Öle, Chemikalien, Lacke und andere industrielle Prozessflüssigkeiten filtriert werden.
Beutelfilter eignen sich besonders für Flüssigkeiten mit höherer Feststoffbelastung und wenn eine hohe Schmutzaufnahmekapazität gefragt ist. Kerzenfilter sind häufig die bessere Wahl, wenn eine definierte Feinfiltration und eine große Filterfläche auf kompakter Bauweise benötigt werden.
Siebelemente sind robuste Oberflächenfilter für definierte, meist gröbere Abscheideaufgaben. Viele metallische Ausführungen lassen sich reinigen und wiederverwenden. Sie besitzen jedoch üblicherweise eine geringere Schmutzaufnahmekapazität als Tiefenfilter und benötigen eine geeignete Stützung gegen Differenzdruck.
Siebelemente können beispielsweise aus Edelstahl oder Kunststoff hergestellt werden. Die Auswahl des Materials richtet sich insbesondere nach Medium, Temperatur, Druck, den Anforderungen an Korrosionsbeständigkeit und dem Preis.
Der Stützkörper stabilisiert das Siebelement und verhindert, dass er unter dem Differenzdruck zusammenfällt oder beschädigt wird. Dadurch kann das Filterelement seine Form und Filterleistung auch bei höheren Belastungen beibehalten.
Siebelemente eignen sich vor allem zur Abscheidung größerer Feststoffpartikel aus Flüssigkeiten. Typische Anwendungen sind beispielsweise Prozesswasser, Kühlwasser, Öle oder andere industrielle Flüssigkeiten.
Membranfilter ermöglichen eine sehr feine und definierte Abscheidung von Partikeln und Mikroorganismen. Je nach Membrantyp können sie für Mikrofiltration, Ultrafiltration oder Sterilfiltration eingesetzt werden.
Bei der Membranfiltration übernimmt eine poröse Membran die definierte Trennfunktion.
Hierbei wird unterschieden zwischen:
- Mikrofiltration (Porengröße ca. 0,1 – 10µm) und
- Ultrafiltration (Porengrößen ca. 0,001 – 0,1µm)
Die Abscheidung erfolgt dabei überwiegend auf der Membranoberfläche. Die mittlere Porengröße der Membran bestimmt hierbei im Wesentlichen die Trennwirkung.
Membranfilter werden immer dann eingesetzt, wenn es um hohe Reinheit der zu filternden Suspension geht. Membranfilter können am wirtschaftlichsten eingesetzt werden, wenn die Partikelbeladung der zu filternden Suspension sehr gering ist. Eine entsprechende Vorfiltration ist daher zu gewährleisten, um die hochwertigen Membranfilterelemente vor zu schneller Belegung zu schützen.
Ein Integritätstest prüft, ob Membran und Filterelement nach festgelegten Kriterien unbeschädigt sind. Je nach Element und Anwendung werden beispielsweise Bubble-Point-, Diffusions- oder Druckhalteprüfungen eingesetzt. Prüfverfahren und Grenzwerte müssen vom Elementhersteller vorgegeben und für den Prozess validiert sein.
Der Einsatzbereich von Membranfiltern ist sehr vielfältig.
Hierzu zählen:
- Wasseraufbereitung (Reinstwasser, VE-Wasser)
- Pharmazeutische Produkte
- Lebensmittel
- Getränke (Wein, Bier, Spirituosen, Sekt, Mineralwasser etc.)
- Kosmetika
- Reinstchemikalien
- Photolacke
- Tinte
- als Endstellenfilter
Ein Spaltrohrelement – häufig als Spaltsieb oder Wedge-Wire-Element ausgeführt – besitzt definierte Öffnungen zwischen profilierten Drähten oder Bauteilen. Es ist mechanisch belastbar, reinigbar und für verschiedene Fest-Flüssig-Trennaufgaben geeignet. Werkstoff, Spaltweite, Geometrie und Strömungsrichtung werden an die Anwendung angepasst.
Spaltrohrelemente werden eingesetzt, wenn Feststoffe aus Flüssigkeiten abgeschieden werden sollen und eine robuste, mechanisch belastbare Filterstruktur benötigt wird. Sie eignen sich insbesondere für industrielle Anwendungen mit vergleichsweise hoher Feststoffbelastung. Spaltrohrelemente sind bei richtiger Handhabung verschleißfrei und lassen sich leicht reinigen.
Spaltrohrelemente bestehen standardmäßig aus 1.4404, aber auch aus anderen Edelstählen wie z.B. Hastelloy (1), Monel (2), Duplex, Super Duplex, je nach Anwendung.
(1) Eingetragenes Warenzeichen von Hynes International
(2) Eingetragenes Warenzeichen von inco Alloys
Die Materialauswahl richtet sich nach dem zu filtrierenden Medium sowie nach Druck-, Temperatur- und Korrosionsanforderungen.
Spaltrohrelemente werden zur Abscheidung von Feststoffpartikeln aus Flüssigkeiten eingesetzt. Typische Anwendungen sind industrielle Prozessmedien, hochviskose Medien und andere Flüssigkeiten.
Die Spaltweite bezeichnet den Abstand zwischen den Profilen eines Spalt- oder Kantenspaltfilterelements. Sie bestimmt wesentlich, welche Partikelgröße zurückgehalten werden kann.
Kantenspaltfilter (Spaltrohrfilter) zeichnen sich durch ihren einfachen und schnellen Filterprozess aus. Ihre Funktionsweise ermöglicht eine manuelle oder automatische Abreinigung ohne Unterbrechung der Filtration und mit minimalem Produktverlust beim Feststoffaustrag.
Die Flüssigkeit durchströmt ein Spalt- oder Siebelement, während Feststoffe an dessen Oberfläche zurückgehalten werden. Ein Abstreifer reinigt die Oberfläche durch Relativbewegung; die abgelösten Feststoffe sammeln sich im Filtersumpf und werden manuell oder automatisch ausgetragen.
Kantenspaltfilter sind selbstreinigende Filter zur zuverlässigen Abscheidung von Feststoffen aus Flüssigkeiten und hochviskose Medien. Ein wichtiger Vorteil ist, dass sie ohne den Einsatz herkömmlicher Einweg- Filterelemente auskommen und den Filterprozess ohne Unterbrechungen ermöglichen. Kantenspaltfilter arbeiten nahezu verschleißfrei.
Nicht zwingend. „Spaltrohr“ beschreibt in erster Linie die Bauart des Filterelements; „Kantenspaltfilter“ bezeichnet üblicherweise ein Filtersystem, dessen Oberfläche durch Abstreifer oder Schaber gereinigt wird.
Kantenspaltfilter können je nach Bauart manuell oder automatisch gereinigt werden. Die Schmutzpartikel werden entweder über ein Ventil am Gehäuse manuell oder automatisch abgelassen. Bei vollautomatischen Rückspülfilter werden die Schmutzpartikel über eine Spüleinrichtung im Filtergehäuse ausgewaschen und durch den Differenzdruck abgelassen.
Sie werden häufig für Flüssigkeiten mit kontinuierlicher Feststoffbelastung sowie für viskose Medien wie z.B.:
- Farben und Lacke
- Dispersionsfarben
- Druckfarben
- Unterbodenschutz
- Teerprodukte
- Kühlschmiermittel
- Klebstoffe
- Lösungsmittel
- Getriebeöl, Walzöle, Rapsöl
- Emulsionen Elektrophoreselack
- Schokoladenmasse
- Hefe
- Weichmacher
- Polyurethan
Die Steuerung überwacht und automatisiert den Reinigungsprozess des Filters. Sie kann beispielsweise die Rückspülung anhand einer definierten Zeit, eines Differenzdrucks oder eines anderen Auslösesignals starten.
Eine Nachrüstung ist bei geeigneten Kantenspaltfiltern grundsätzlich möglich, hängt aber von der vorhandenen Filterkonstruktion und den vorhandenen Anschlüssen ab. Vor einer Nachrüstung sollten Filtertyp, Antrieb, Differenzdruckmessung und die gewünschte Steuerungsfunktion geprüft werden.
Ein Rückspülfilter reinigt sein Filterelement im eingebauten Zustand durch eine gezielte Umkehr oder Umlenkung der Strömung. Die abgelösten Feststoffe werden über einen Spül- beziehungsweise Schmutzaustrag abgeführt. Das genaue Verfahren und der erforderliche Spüldruck sind konstruktionsabhängig.
Während der normalen Filtration werden die Feststoffe am Filterelement zurückgehalten. Bei steigender Verschmutzung wird ein Rückspülvorgang ausgelöst, bei dem das Filterelement in entgegengesetzter Strömungsrichtung mit hohem Druck punktuell gespült und der Schmutz aus dem Filter ausgetragen wird.
Automatikfilter können sich selbstständig reinigen und reduzieren dadurch manuelle Wartungsarbeiten und Filterelementwechsel. Sie eignen sich besonders für kontinuierliche Prozesse mit hohen Durchflussmengen oder regelmäßiger Feststoffbelastung. Die Reinigung erfolgt ohne Betriebsunterbrechung, wobei ein Teil des Flüssigkeitsstroms wird für die Abreinigung des Filterelementes abgezweigt.
Ein Rückspülfilter ist besonders sinnvoll, wenn kontinuierlich große Flüssigkeitsmengen filtriert werden und die abgeschiedenen Feststoffe regelmäßig anfallen. Durch die automatische Reinigung kann der Filterbetrieb ohne manuelle Eingriffe und ohne Personalaufwand aufrechterhalten werden.
Automatikfilter eignen sich vor allem für kontinuierliche Prozesse mit hohen Durchflussmengen und regelmäßigem Schmutzeintrag. Die automatische Reinigung reduziert Wartungsaufwand und kann die Betriebssicherheit der Filtration erhöhen.
Bei einem Einwegfilter wird das verschmutzte Filterelement ausgebaut und durch ein neues ersetzt. Ein rückspülbarer Filter reinigt sein Filterelement dagegen im eingebauten Zustand und kann dadurch über längere Zeit betrieben werden.
Füllstandsmessung
COLM ist der Name des Contec Geschäftsbereichs Füllstandsmessung und steht ausgeschrieben für Contec Liquid Measurement (COLM).
Ein kapazitiver Sensor basiert auf der Veränderung eines elektrischen Wechselfeldes. Die Füllhöhe einer Flüssigkeit, beispielsweise in einem Tank, beeinflusst die Stärke des Wechselfeldes, das der Sensor erzeugt. Diese Änderung der elektrischen Kapazität nutzt der Sensor als Messignal.
Für die Füllstandsmessung mittels eines kapazitiven Füllstandssensors benötigt man vorab genaue Informationen zur Flüssigkeit. Die Genauigkeit des Sensors hängt von der Dielektrizitätskontanten des zu messenden Mediums ab. Sollen beispielsweise wechselnde Flüssigkeiten oder Kraftstoffe (z.B. Diesel oder Biodiesel) verwendet werden, bietet Contec spezielle Lösungen, beispielsweise Sensoren mit manueller oder automatischer Kalibrierung.
Typische Anwendungsbereiche von kapazitive Füllstandsensoren findet man in Tanks von Motorsportfahrzeugen, Nutzfahrzeugen, Landmaschinen, Baumaschinen und mobile Tanks. Sie können Flüssigkeiten messen, wie z.B. Kühlmittel, Schmierstoffe, Kraftstoffe, Motoröle oder Hydrauliköle.
Mechanische Füllstandanzeigen können in sekundenbruchteile erfasst und bewertet werden, ähnlich einer Uhr mit Ziffernblatt, wo bereits die Stellung der Zeiger für eine zeitliche Einordnung ausreicht. Füllstandsanzeiger sind einfach und robust aufgebaut und lassen sich an individuelle Tankabmaße unkompliziert, teils durch einfaches Kürzen, anpassen. Sie benötigen keinen Stromanschluss. Contec Füllstandsanzeigen können zusätzlich mit einem weiteren Signalausgang mittels Twinsites Anzeigeblatt nachgerüstet werden.
Füllstände können in einem Tank zum Beispiel elektrisch kapazitiv, radargeführt oder mechanisch gemessen werden. Zusätzlich ergänzen Niveauschalter – für das Detektieren einer Flüssigkeit in einer bestimmten Füllhöhe – das COLM Produktprogramm.
Die gängigsten Contec Sensoren sind kapazitive und elektromechanische Sensoren. Darüber hinaus können Füllstände auch mit Ultraschall, optisch oder hydrostatisch überwacht werden.
Die Einsatzmöglichkeiten von Contec Füllstandssensoren sind vielfältig. So erfassen sie beispielsweise Füllhöhen von Flüssigkeiten in Vorratsbehältern oder Speichertanks. Außerdem überwachen sie kritische Prozesszustände, wie die Entleerung eines Hydrauliktanks oder die ungewollte Überfüllung eines Tankbehälters.
Weitere Einsatzmöglichkeiten sind z.B.:
- Füllstandsüberwachung von Ölen im Maschinen- und Anlagenbau
- Füllstandsmessung von Reinigungsflüssigkeits- und Kühlschmiermittel
- Ungewollte Überfüllung/ Entleerung von offenen und geschlossenen Behältern, Hydrauliktanks, Silos und Speichertanks
Wird lediglich ein Punkt oder eine Schaltfunktion (z.B. ein Warnsignal bei Min oder Max) benötigt, sind die COLM Füllstandschalter die richtige Entscheidung. Sie werden klassisch zur Pumpensteuerung oder zur Erfassung von Warnsignalen bei unterschreiten einer Füllhöhe verwendet.
Wir sind für Sie da: Ansprechpartner auf einen Blick
Luft- und Gasfiltration (COGA)
Luft- und Gasfiltration (COGA)
Philipp Hamburg
Vertriebsinnendienst
+49 (0)2224 9893-27
hamburg[a]contec-filtration.de
Ölnebelfiltration (COMS)
Ölnebelfiltration (COMS)
Frank Ketteniss
Produktmanager
+49 (0)2224 9893-12
ketteniss@contec-filtration.de
Flüssigkeitsfiltration (COLF)
Flüssigkeitsfiltration (COLF)
Helmut Scherer
Produktmanager
+49 (0)2224 9893-18
scherer[a]contec-filtration.de
Füllstandsmesstechnik (COLM)
Füllstandsmesstechnik (COLM)
Jannik Joest
Vertriebsinnendienst
+49 (0)2224 9893-11
joest[a]contec-filtration.de